Starke Vereine – Starkes Dorf – Bericht

Spiel, Spaß und Inklusion im Zeichen der Vielfalt

Zum Weltkindertag am vergangenen Sonntag organisierten zahlreiche lokale Vereine die Veranstaltung „Starke Vereine – starkes Dorf“ in und um die Sporthalle Reiskirchen. Inklusion war zum zweiten Mal das Hauptthema des Events, das bereits zum vierten Mal in dieser Form angeboten und vom Land sowie dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Demokratie leben“ gefördert wurde.

Unter dem Motto „Vielfalt gewinnt – Mitmachen ist für alle da“ versuchten die teilnehmenden Vereine, den Besuchern nicht nur einen interessanten, sondern auch kurzweiligen Tag zu bescheren. Die Veranstaltung begann mit einer Andacht von Pfarrerin Jana Niesner, unterstützt durch eine Gebärdendolmetscherin, zum Thema „Vielfalt gewinnt – Mitmachen ist für alle da“.

Danach begann das bunte Programm, welches allen Altersklassen Unterhaltung bot. Dieses Mal war die Veranstaltung nicht auf die Halle begrenzt, sondern zog sich bis in den Außenbereich. Im Digitalmobil der VHS erschlossen sich die Möglichkeiten der elektronischen Welt. Die Kinder konnten sich einen Rüstwagen der Feuerwehr erläutern lassen, bei der TSG Fußball-Billard spielten oder mit Vertretern des Golfparks Winnerod ihre Abschläge ausprobieren Beim Stand der Kreativwerkstatt konnten Holzketten oder Filigranes aus Speckstein hergestellt werden.

In der Halle gab es ein umfangreiches Programm für die zahlreichen Besucher, die sich an den vielen Ständen informieren oder ausprobieren konnten. Die Arbeiterwohlfahrt stellte das Kindertagespflegebüro vor und die Kleinsten konnten altersgerechte Materialien austesten. Unicef und Gemeinwesensarbeit der ZAUG befassten sich unter anderem mit Rechten von Kindern. Die Mädchenschaft „Fidelia“ verwandelten mit Schminke manches Gesicht in ein Kunstwerk.

Am Stand des RKV konnte man mit einer speziellen Brille erfahren, wie Menschen mit Sehbehinderung die Welt wahrnehmen und es gab Übungen zu diesem Thema und die Möglichkeit die Blindenschrift zu ertasten. Das Kinder- und Jugendbüro der Gemeinde stellte das neue Herbstprogramm für die Kinder der Großgemeinde vor. Vereine und Institutionen wie VdK, evangelische Kirche, Tafel oder die Tagespflege Lebensfreude stellten nicht nur ihre Arbeit vor, sondern hatten auch Kniffliges zum Spielen und Raten im Gepäck.

Der Obst- und Gartenbauverein Reiskirchen sowie die Landschaftspflegevereinigung zeigten an ihrem Stand verschiedene Nistkästen und klärten über die Wichtigkeit zur Unterstützung unserer Gartenvögel auf. Dazu konnte man leckeren Apfelsaft probieren. Bei der Jugendhilfe Leppermühle wurde neben Informationen auch Zuckerwatte gereicht. Die Schottener sozialen Dienste luden zum Mitmachen ein und boten eine Erfahrung aus dem Rollstuhl heraus. So konnten sich Kinder in ein altersgerechtes Modell setzen und selbst in die Welt der Rolli-Fahrer mit unterschiedlichen Hürden eintauchen.

Austoben konnten sich die jungen Gäste auf der Hüpfburg, die von der Freiwilligen Feuerwehr aufgebaut worden war und durch diese betreut wurde. Der Spielmannszug des Musikvereins erfreute die Besucher mehrmals mit Musikstücken aus ihrem breitgefächerten Repertoire und am Stand des Musikvereins bestand die Möglichkeit Musikinstrumente auszuprobieren und so manches Kind war begeistert, dass es dem Instrument einen oder mehrere Töne entlocken konnte.

Für das leibliche Wohl sorgten die Freunde der TSG Reiskirchen mit verschiedenen Bratwürsten und leckeren Paninis. Beim Förderverein der Grundschule gab es frisch gebackene Waffeln und die Mitglieder der Kirchengemeinde hatten leckere Kuchen gebacken, die reißenden Absatz fanden. Alle kulinarischen Speisen wurden kostenlos ausgegeben, lediglich ein Sparschwein für Spenden stand bereit.

All das war nur durch die Unterstützung der Gemeinde Reiskirchen, der Stiftung der Sparkasse Gießen und Dabeisein- die Gießener Lahntälern möglich, denen dafür ein großer Dank gebührt.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Aussteller einig, dass es ein sehr gelungener Tag mit vielen netten Gesprächen und Kontakten war. Über den gesamten Zeitraum hinweg kamen kontinuierlich Besucherinnen und Besucher, sodass die Veranstaltung durchgehend gut besucht war, es aber nie überfüllt wirkte.